RÜCKBLICK - Fürth und der Nationalsozialismus

TAGUNG am 21. und 22. März 2024 im Stadtmuseum Fürth

Bestandsaufnahme und Forschungsperspektiven

Während die Geschichte des Nationalsozialismus auf nationaler und zunehmend auch auf regionaler Ebene intensiv untersucht wurde, gibt es im lokalen Bereich vielfach noch erhebliche Forschungslücken.
Dies gilt trotz der bereits verfügbaren lokalgeschichtlichen Literatur auch für Fürth. Die vom Stadtarchiv und Stadtmuseum Fürth in Zusammenarbeit mit dem Institut für Zeitgeschichte München-Berlin und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg organisierte Tagung wendet sich über das Fachpublikum hinaus an alle, die sich für die Fürther Geschichte interessieren.
Ihr Ziel ist es, bestehendes Wissen zusammenzufassen und neue Perspektiven zu entwickeln. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Deutschland präsentieren neueste Forschungsansätze und Erkenntnisse zur hiesigen Geschichte, eingebettet in den überregionalen Zusammenhang. Besonders im Fokus stehen die lokalen Besonderheiten und die Auswirkungen auf die Menschen vor Ort.

Aufgrund eines Todesfalles und der Trauerfeier muss das Tagungsprogramm geändert werden. Die Sektion IV. Jüdisches Leben – Verfolgung – Shoah findet nicht am Freitag, sondern am Donnerstag, 21. März, von 16:30 bis 18:30 Uhr statt. Im Anschluss daran ist der Abendvortrag um 19 Uhr. Die Sektion „Alltag und Grenzen der Volksgemeinschaft“, 1. Teil wird von Donnerstag auf Freitag von 9:00 bis 10:30 Uhr verlegt. Im Anschluss folgt ab 11:00 Uhr „Alltag und Grenzen der Volksgemeinschaft“, Teil 2.

Wegen des großen Interesses an der Tagung werden die Vorträge zusätzlich auch ins Foyer des Stadtmuseums und in den Veranstaltungsraum des Jüdischen Museums Franken (Königstraße 89, Fürth) übertragen. Wir bitten dadurch entstehende Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.

Die Dauer- und Sonderausstellung des Museums sind während der NS-Tagung am 21. und 22. März 2024 nicht zugänglich. Es ist nur die Teilnahme an der Tagung möglich.
 

GEÄNDERTES TAGUNGSPROGRAMM

Donnerstag, 21. März 2024

11.15 - 12.30 Uhr - Begrüßung und Einführung
• Grußwort des Oberbürgermeisters Dr. Thomas Jung
• Thematik und Tagungsprogramm (Martin Schramm/Stadtarchiv Fürth)
• Der Aufstieg des Nationalsozialismus in Fürth 1923–1933 (Thomas Raithel/IfZ München)

14.00 - 16.00 Uhr - I. Der NS-Staat auf kommunaler Ebene
• Die Interaktion zwischen Stadtverwaltung und vorgesetzten Behörden (Bernhard Gotto/IfZ München)
• Politische Verfolgung aus Sicht der Gestapo Nürnberg-Fürth (Thomas Auburger/Nürnberg)
• Ehemaliges Personal der Fürther Stadtverwaltung in Thorn/Westpreußen (Toruń), 1939–1944 (Kamran Salimi/Fürth)

16.30 - 18.30 Uhr - IV. Jüdisches Leben – Verfolgung – Shoah
• Jüdisches Alltagsleben am Beispiel ausgewählter Biographien (Daniela F. Eisenstein/Jüdisches Museum Franken)
• Arisierungen (Eckart Dietzfelbinger/Nürnberg)
• Emigration und Shoah (Monika Berthold-Hilpert/Jüdisches Museum Franken)

19.00 - 20.00 Uhr - Abendvortrag
• Nationalsozialismus und Stadt. Historische Entwicklungen und Forschungsperspektiven (Sabine Mecking/Philipps-Universität Marburg)

 

Freitag, 22. März 2024

09.00 - 10.30 Uhr - II. Alltag und Grenzen der „Volksgemeinschaft“, 1. Teil
• Die nationalsozialistische „Volksgemeinschaft“ in Fürth: Partei und Gesellschaft 1933–1945 (Martin Schramm/Stadtarchiv Fürth)
• Die SpVgg Fürth in der NS-Zeit (Jürgen Schmidt/Fürth)

11.00 - 12.30 Uhr - III. Alltag und Grenzen der „Volksgemeinschaft“, 2. Teil
• Zwischen Resistenz und Anpassung. Die Kirchen in Fürth unter dem Nationalsozialismus (Georg Seiderer/FAU Erlangen-Nürnberg)
• Die Fürther Opfer der NS-„Euthanasie“ und Zwangssterilisation - Ein Forschungsbericht (Katrin Kasparek/Bezirk Mittelfranken Stein und Sabrina Freund/FAU Erlangen-Nürnberg)

14.00 - 16.15 Uhr - V. Krieg und unmittelbare Nachkriegszeit
• Kommunen und Zwangsarbeit (Fabian Lemmes/Universität des Saarlandes)
• Militär und Krieg in Fürth (Johannes Hürter/IfZ München)
• „Entnazifizierung“ (Herbert Schott/StA Nürnberg)

16.30 - 17.00 Uhr - Schlussdiskussion

Der Besuch der Tagung ist kostenfrei!

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Fürth und der Nationalsozialismus
Aktuelles Tagungstelegramm des Instituts für Zeitgeschichte in München:

Die Tagung zog eine erste Bilanz und eröffnete neue Forschungperspektiven:

https://www.ifz-muenchen.de/aktuelles/artikel/fuerth-und-der-nationalsozialismus-1

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Die Artikel, die begleitend zur Tagung in den Fürther Nachrichten erschienen sind, können nachfolgend aufgerufen werden:

https://www.nn.de/1.14165275

https://www.nn.de/1.14161022

https://www.nn.de/1.14155121

https://www.nn.de/1.14196027

 

 

Mit freundlicher Unterstützung

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