1600
In Fürth leben 321 christliche und 22 jüdische Familien.

1604
Der Marktflecken Fürth hat 1.600 Einwohner.
Der Ort hat neun Brauereien und 35 Wein- und Bierwirte.
Der Meistersinger Jakob Feßlein aus Dinkelsbühl heiratet in Fürth und schreibt ein Gedicht über Fürther Lebensverhältnisse und Berufsarten. Er erwähnt u.a. neun Bäcker.
Die bäuerliche Ausprägung des Ortes verändert sich. Zunehmend lassen sich Handwerksbetriebe nieder.

1607
Ein jüdischer Friedhof entsteht. Die jüdische Gemeinde bekommt ihren ersten Rabbiner. Die jüdischen Mitbürger erhalten Mitspracherecht in der Gemeindeversammlung und stellen einen Judenbürgermeister.

1616/1617
Erbauung der Haupt-Synagoge. Ebenso entstehen die Talmudhochschule und eine jüdische Buchdruckerei.

1629
Die Ludwigsbrücke ist auf einer zeitgenössischen Darstellung abgebildet.

1632
Im Dreißigjährigen Krieg kämpft der schwedische König Gustav Adolf II. in der Schlacht an der „Alten Veste“ in Zirndorf gegen den kaiserlichen Feldherrn Wallenstein.
Eine Hungersnot und verschiedene Seuchen fordern zusätzlich viele Opfer.

1634
Durchziehende kroatische Regimenter zerstören den Ort durch Brandschatzung fast vollständig.
Die Martinskapelle wird zerstört.

1641
Zur Michaeliskirchweih werden einem Nürnberger Leutnant neun Gulden für die „Schutzhaltung des Fleckens“ gezahlt.

1648
Nach dem Friedensschluss Krieges beginnt der Wiederaufbau auf den alten Grundmauern. Eine massive Bauweise setzt sich durch.
Fürth hat 800 Einwohner.

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