1700
Der Marktflecken Fürth hat über 5.000 Einwohner.
Der Ort spezialisiert sich auf Handelsgüter, die in Nürnberg wegen der dort herrschenden Zunftordnung nicht produziert werden dürfen. Der Export beginnt.
Die Gartenkultur der Bürger macht ein Brunnenröhrensystem notwendig. Es wird aus ausgehöhlten Baumstämmen hergestellt und verlegt.
In Fürth werden jährlich 2.000 Klein- und Sackuhren im Wert von 44.000 Gulden produziert.

1704
Der Marktplatz ist sozialer und wirtschaftlicher Mittelpunkt der Gemeinde.

1705
Die ersten Blattmetallschläger lassen sich in Fürth nieder.
Ein Stich von Johann Alexander Boener zeigt, dass das domprobstliche Schulhaus in der Königstraße.

1706
Die Ansbacher Zunftordnung für das Schlosser-, Büchsen-, Klein- und Groß-Uhrmacher-, Windenmacher- und Sporergewerbe entsteht.

1717
Der erste Ortsplan wird gezeichnet. Es ist die erste Grundrissdarstellung Fürths.
Es gibt zwölf öffentliche Ziehbrunnen.

1718
Die Handwerksordnung für Bäcker wird von der Domprobstei Bamberg erlassen.
Die Haardt wird an 45 Bauernhöfe verteilt und urbar gemacht.

1719
Die Gemeindeversammlung wählt acht Bürgermeister mit prozentualer Verteilung auf Ansbach, Bamberg und Nürnberg.

1719
Domprobst Philipp von Guttenberg erteilt den Juden eine neue Gemeindeverordnung mit erweiterten Rechten, das „Reglement für gemeine Judenschafft in Fürth“ tritt in Kraft.

1722
Das Schießhaus wird gebaut. Am Schießanger entsteht als erste öffentliche Grünanlage ein Lindenhain.
Der Vorläufer der Brauerei Geismann entsteht an der Bäumenstraße.

1723
Das erste amtliche Gemeindesiegel ist nachweisbar.

1725
Die Bamberger Handwerkerordnung für Metallschläger tritt in Kraft.

1726
Der erste Brillenmacher lässt sich in Fürth nieder.

1727
Die Königstraße erhält als erste Straße an der Maxbrücke eine Pflasterung. 1784 war sie dennoch überwiegend mit Balken belegt.
Als Naherholungsgebiet der Bevölkerung fungiert der Weißengarten am Stadtrand.
Die Bamberger Zunftordnung für Glaser tritt in Kraft.

1728
Die vom Kaufmann Martin Leizmann gegründete Armen- und Waisenschule wird im Dittmannschen Haus an der Königsstraße 19 untergebracht. Es werden 12 Kinder unterrichtet.

1731
Es existieren 24 Braustätten im Ort.
Die Einführung des „Gassensingens“ der Schüler der Armen- und Waisenschule vor Häusern wohlhabender Mitbürger sorgt mit für die Unterhaltung der Schule. Die Gemeinde bezuschusst die Schule.

1736
Johann Georg Vollrath wird der erste hauptamtliche Lehrer des Ortes.

1737
Eine weitere hebräische Druckerei existiert bis 1866. Die Bücher werden zu einem der ersten Fürther Exportartikel.

1739
Die Seiler errichten mit den Sattlern eine gemeinsame Zunft. Die Ansbacher Handwerksordnung entsteht.

1746
Die Brauerei Humbser kommt nach Fürth.

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