Sehenswerte Objekte

Pfahlschuh

Pfahl mit pyramidalem Pfahlschuh
um 1470


Foto © Stadtmuseum Fürth

Der im Stadtmuseum ausgestellte Holzpfahl stellt den Rest eines Brückenpfeilers dar, der 1997 beim Bau eines U-Bahnschachtes unterhalb des Flusses in der Erde gefunden wurde. Er war Bestandteil des mittelalterlichen Brückenbaus über die Rednitz, der sich ungefähr an der Stelle der heutigen Maxbrücke befand. Durch eine dendrochronologische Untersuchung, bei der die Jahresringe von Bäumen unterschiedlichen Wachstumszeiten zugeordnet werden, konnte der verwendete Baumstamm ungefähr auf das Jahr 1470 datiert werden. An seiner Spitze befindet sich zu deren Verstärkung ein eiserner Pfahlschuh. Damit konnte der Holzpfahl leichter in den Untergrund gerammt werden. (Städtische Sammlungen Fürth)

Unser Service für blinde und sehbehinderte Menschen: Beschreibung des Pfahls
Das Objekt ist etwa 80 cm lang und hat einen ungefähren Durchmesser von 20 cm. Man muss sich den ursprünglichen Pfahl um ein Vielfaches länger vorstellen, da er eine Brücke trug. Die Spitze des Holzpfeilers ist mit einem eisernen, inzwischen verrosteten Pfahlschuh verstärkt worden. Dieser hat eine vierkantige, pyramidale Form, die die Spitze umschließt. Die Seiten der Eisenpyramide enden in ovalen Ausläufern, die mit Nägeln an dem Holzpfahl befestigt sind.

Der Handelsweg durch Fürth
In Fürth überquerte der Handelsweg von Frankfurt nach Regensburg an der namensgebenden Furt die Rednitz, unweit des Zusammenflusses mit der Pegnitz. Später wurden, vermutlich an derselben Stelle, Brücken gebaut. Entlang des Handelswegs und nahe bei der Furt entstanden die ersten Ansiedlungen, aus welchen sich der Ort Fürth entwickelte.
Durch den Marktflecken führte die Handelsstraße nach dem Flussübergang über die heutige Untere Königstraße, den Grünen Markt sowie durch die Gustavstraße und mäanderte dann durch mehrere Dörfer in Richtung Nürnberg. Der Handelsstraße hat Fürth viele Gasthäuser zu verdanken, da Reisende verköstigt werden wollten. Seit dem Mittelalter gab es sogar zwei Wirtshäuser mit Ausspannrecht, wo müde Passagiere von Kutschen und Wagen übernachten konnten: den Goldenen Schwan am Marktplatz und das Rote Ross an der heutigen Waagstraße.

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