Wiederaufbau und Wirtschaftswunder

Das "Haus der Bayerischen Geschichte" zeigt vom 27. Juni bis zum 19. August die Wanderausstellung "Wiederaufbau und Wirtschaftswunder". Der Titel steht nicht nur für eine entbehrungsreiche Zeit, in der Hunger und Not, Obdachlosigkeit und Flucht die beherrschenden Auswirkungen der Nachkriegsära waren, sondern auch für den eisernen Willen der Menschen, von Neuem zu beginnen. In keiner Zeitspanne herrschte so viel Aufbruchstimmung, Einfallsreichtum und Improvisationslust wie in der Dekade nach dem Zweiten Weltkrieg.

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Foto © Haus der Bayerischen Geschichte

Die fast völlige Zerstörung der Städte und Industrien in Deutschland war einerseits ein fast unüberwindliches Hindernis, andererseits aber auch Chance für einen völligen Neubeginn, der langjährig Überkommenes vollkommen revolutionierte. In Bayern entschied man sich für eine Mischform des Wiederaufbaus: historisch wertvolle Substanz wurde originalgetreu rekonstruiert, städtebauliche Maßnahmen im Baugewerbe jedoch griffen einen modernen Stil der Transparenz auf.

Die Zeit des Wirtschaftswunders der 1950er Jahre transportierte ein völlig neues und bislang unbekanntes Lebensgefühl. Trotz aller Umstrukturierungsmaßnahmen vom Agrar- zum Industrieland erzeugten Vollbeschäftigung und wirtschaftlicher Aufschwung ein willkommenes Gefühl der materiellen Absicherung. Die Euphorie und Dankbarkeit, den Krieg und die Nachkriegszeit überstanden zu haben, mündeten in einer Leichtigkeit und Unbeschwertheit, die sich nicht nur im Alltag, sondern auch politisch und wirtschaftlich manifestierte.

Der Eintritt für die Wanderausstellung beträgt 2,- €/1,- € ermäßigt. Schulklassen erhalten freien Eintritt. Der Eintritt mit Besuch der Dauerausstellung beträgt 3,- €/2,- €.

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