Hopfen und Malz

Aufgrund des anhaltend großen Interesses wird die erfolgreiche Ausstellung über den 17. November hinaus bis zum 22. Dezember 2013 verlängert.

Das Fürther Brauwesen in Geschichte und Gegenwart

Bier, das bayerische Grundnahrungsmittel, hat in Fürth eine lange Tradition. Aus unzähligen Hausbrauereien, die den privaten Verbrauch sicherten, entstanden schon Anfang des 17. Jahrhunderts gewerbliche Braustätten. Schnell entwickelte sich daraus ein Gewerbe, das ein Jahrhundert später bereits über 20 Brauereien verzeichnete. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts konzentrierte sich die Brautradition in Fürth auf fünf Familienbetriebe, die den Markt beherrschten. Humbser, Grüner, Geismann, Mailaender (Bergbräu) und Evora & Meyer hatten die Zeichen der Zeit erkannt und investierten in moderne Eis- und Dampfmaschinen, die für die Ausweitung der Produktion sorgten. Auch der Ausbau des Transportwesens und der Einsatz von Eisenbahnen führten zur Expansion weit über Fürther Grenzen hinaus. Die Konkurrenz der Fürther Brauereien hatte aber auch Übernahmen und Schließungen zur Folge.
Zunächst schluckte die Patrizier Bräu AG die noch existierenden kleineren Unternehmen, dann fusionierte sie Mitte der 1990er mit der Nürnberger Tucher Bräu AG, so dass die Nachbarstädte ihre Brautraditionen vereinigten.

In der Sonderausstellung des Stadtmuseums werden sehenswerte Exponate aus der ereignisreichen Fürther Brauereigeschichte präsentiert, die überwiegend aus privaten Sammlungen begeisterter Liebhaber dieser Thematik stammen. Historisch einmalige Objekte, Krüge, Etiketten, Bilder sowie Schriftstücke und vieles mehr spiegeln die einstige Bedeutung der „Großen Fünf“ in der Kleeblattstadt wider, die durch die Wiedereinführung der Marke Grüner 2011 durch die Tucher Bräu bis in die Gegenwart reicht.

 

Mit freundlicher Unterstützung

 

 

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